Canon EOS 7D Mark II: Batteriegriff, Akku und Blitz

Foto: Canon Deutschland/Produktfoto

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Nach meinem ersten kleinen Ausflug nach Mainz am vorletzten Wochenende hatte ich nun die Zeit, weitere Eindrücke von der Canon EOS 7D Mark II zu gewinnen. Meinen ersten Ausflug mit der EOS 7D Mark II startete ich noch mit einem relativ „nackten“ Kameragehäuse, d.h. ohne den Batteriegriff (BG-E16) und den zweiten Akku (LP-E6N). Am vergangenen Wochenende habe ich das zwischenzeitlich bei meinem Fachhändler verfügbare Zubehör abgeholt und sogleich montiert.

Der Batteriegriff BG-E16

Wer schonmal einen Batteriegriff an einem Kameragehäuse hatte, will ihn nie mehr missen. So ging es mir auch bei meiner Tour in Mainz, bei der ich instinktiv bei Aufnahmen im Hochformat den zweiten Auslöser suchte. Wie das Kameragehäuse selbst fühlt sich der BG-E16 sehr hochwertig an, ist tadellos verarbeitet und fügt sich perfekt in das Gesamtbild der Canon EOS 7D Mark II. Die wichtigsten Funktionen während dem Fotografieren sind problemlos am Batteriegriff einstellbar und darüber hinaus nimmt das Batteriefach gleich zwei Akkus auf (dazu später mehr). Einzig die Dimensionen sowie das Gewicht des Gespanns nimmt große beziehungsweise schwere Ausmaße an. Wer schöne Fotos und immer ausreichend Akkuleistung haben will, muss leiden, könnte man sagen. Für durchschnittliche bis große (Männer-)Hände dürfte der Batteriegriff jedoch eine Wohltat sein. Die Kamera liegt super in der Hand – und das nicht nur bei Aufnahmen im Hochformat. Dem Batteriegriff liegt übrigens ein zweiter Schlitten (inklusive schönem Säckchen zur Aufbewahrung) bei, um die Kamera im Notfall auch mit sechs AA-Batterien betreiben zu können.

Der Akku LP-E6N

Wer sich für den Batteriegriff entscheidet, wird erfahrungsgemäß auch einen zweiten Akku kaufen. Selbstverständlich ist es auch denkbar, die Kamera ohne Batteriegriff mit zwei Akkus (nacheinander) zu betreiben. Deutlich komfortabler ist es jedoch, wie bereits erläutert, mit dem Batteriegriff. Der neue, mit der EOS 7D Mark II erschienene LP-E6N schlägt mit einem stolzen Preis zu buche. Der ebenfalls kompatible, jedoch schon etwas ältere LP-E6 wird (laut Berichten) ebenfalls unterstützt und ist zu einem deutlich günstigeren Preis zu haben. Da die Kamera mit dem LP-E6N ausgeliefert wurde stellte sich für mich die Frage, ob es sinnvoll wäre, im Batteriegriff einen LP-E6N und einen LP-E6 zu betreiben. Eine offizielle Information hierzu konnte ich nicht bekommen, schlussendlich entschied ich mich dafür, die beiden Batterietypen nicht zu mischen sondern sortenrein zu verwenden (ich besaß ohnehin keinen LP-E6).

Für den Canon LP-E6N gibt Canon eine Reichweite von ca. 670 Aufnahmen (bei 23°C Umgebungstemperatur) an. Rein rechnerisch wird dieser Wert durch den Einsatz von zwei Exemplaren im Batteriegriff auf ca. 1.340 Aufnahmen verdoppelt. Bei guten Wetterbedingungen dürften wahrscheinlich gut und gerne rund 1.500 Aufnahmen mit dieser Konstellation möglich sein.

Interner Blitz / Steuerung von externen Blitzgeräten

Nur in äußerst seltenen Fällen greife ich aufgrund meines externen Blitzgeräts auf den kamerainternen Blitz zurück. Dieser machte jedoch beim Funktionstest einen ziemlich guten Eindruck. Schon als Hilfslicht für den Autofokus merkt man, dass er (für einen internen Blitz) eine gute Leistung liefert.

Deutlich interessanter finde ich den integrierten Speedlite-Transmitter, mit dem man externe Blitzgeräte steuern kann. Aktuell verwende ich einen Canon Speedlite 430EX. Klappt man den kamerainternen Blitz aus, schaltet den Speedlite ein und stellt diesen in den „Slave“-Modus, können im Anschluss alle relevanten Einstellungen im Menü der Kamera vorgenommen werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, lediglich den externen Blitz auszulösen, sodass der (ausgeklappte) kamerainterne Blitz lediglich als Sender fungiert. Auf diese Weise ist es möglich, unterwegs auch bei schwierigen Lichtsituationen entfesselt zu blitzen. Eine schöne Möglichkeit, auf die ich sicher im Zuge meiner nächsten Tests zurückkommen werde.