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Action-Cams: Lohnende Investition oder bloße Spielerei?

GoPro Hero3+ Serie Produktfoto - © GoPro

Foto: GoPro/Screenshot

Im vergangenen Jahr habe ich bereits meinen ersten Schnupperkurs im Gleitschirmfliegen absolviert. Am vergangenen Wochenende folgte nun die erste Lizenz: der Lernschein. Um dieses vielfältige Hobby voranzutreiben, folgte sogleich die Anmeldung für eine weitere, international anerkannte Lizenz. Viele ambitionierte Gleitschirmflieger dokumentieren ihre Flüge mit einer kompakten Videokamera, welche auf dem Helm angebracht wird. Inspiriert von diesen spektakulären Aufnahmen habe ich mich in diesem Bereich etwas umgesehen.

Eigentlich bin ich kein großer Filmemacher. Die Videofunktion in meinen Kompaktkameras kommt allerhöchstens gelegentlich mal zum Einsatz. Obwohl meine Digitalkamera einen HD-Video-Modus besitzt, stellte ich nun beim Paragliden fest, dass die Aufnahmen in puncto Bildqualität deutlich besser sein könnten. Für mich war die Videoqualität meiner Kompaktkameras bislang eher von untergeordneter Bedeutung. Viel mehr stand und steht die Bildqualität beim Fotografieren im Vordergrund. Letztere war im Endeffekt auch immer ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.

Bei vielen Outdoor-Sportarten, wie man sie so schön nennt, kommen immer häufiger so genannte Action-Cams zum Einsatz. Ähnlich wie bei Smartphones lässt sich der technische Fortschritt hier auf beeindruckende Art und Weise erfahren. Die technischen Datenblätter protzen geradezu mit Leistungsumfängen wie wasserdichtem Gehäuse (nicht nur Spritzwassergeschützt), funktionalen Mikrofonen und nicht zuletzt mit einer hohen Bildqualität – Full-HD und besser sind in diesem Bereich längst keine Seltenheit mehr.

Mit der Entscheidung, mein neues Hobby weiterzuverfolgen und zu intensivieren, stellte sich natürlich auch zwangsläufig die Frage einer entsprechenden Dokumentation. Zahlreiche Filmaufnahmen auf den bekannten Videoplattformen im Internet zeugen von atemberaubenden Landschaften, die gerade aus der Vogelperspektive ihren besonderen Reiz haben. Im Idealfall würde ich gerne Bewegtbild und Fotografie miteinander verbinden: Die Videokamera auf dem Helm befestigt und die Spiegelkamera in einer gesicherten Tasche jederzeit griffbereit.

Einer der bekanntesten Action-Kameras ist die GoPro, welche aktuell in der Version 3 auf dem Markt ist. Diese wird wiederum in drei verschiedenen Versionen vermarktet: Die Black-, Silver- und White-Edition. Die Black-Edition stellt hierbei das High-End-Produkt dar und lässt kaum Wünsche offen. Eine etwas abgespecktere Variante ist die Silver-Edition. Für Gelegenheitsfilmer ist das Einstiegsmodell, die White-Edition, ausgelegt. Einigen Berichten im Internet zu Folge wird wohl noch in diesem Sommer die GoPro Hero4 erscheinen. Diese soll neue Maßstäbe im Bereich der Ultra-HD-Aufnahmen (4K) setzen und die Gesamtleistung der Kamera verbessern. Zudem kann man davon ausgehen, dass das eine oder andere Feature hinzukommen wird. In puncto Kaufpreis liegen seitens GoPro noch keine Informationen zum neuen Modell vor. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Preise für die verschiedenen Versionen in etwa denen der jetzigen Serie entsprechen.

Nebst der GoPro-Modelle gibt es auch noch andere Hersteller, die Action-Cams anbieten. Diese sind oftmals deutlich günstiger, was man (diversen Kundenmeinungen nach zu urteilen) jedoch mit gewissen Leistungseinbußen bezahlt. Oftmals ist hier von lediglich ausreichender Bildqualität die Rede. Nicht selten wird auch das in der Kamera integrierte Mikrofon bemängelt, das Geräusche aufnimmt, die in einer guten Aufnahme eigentlich nichts verloren haben. Bei den Kameras aus dem Hause GoPro trat in der Vergangenheit des Öfteren ein Problem mit dem Kamerafokus auf. Dieses Problem gilt jedoch als längst behoben, sodass man hier keine Probleme zu erwarten haben sollte. Besonders erfreulich, wenn auch nicht ganz günstig, ist die schier endlose Zubehörliste für die GoPro. Diverse Halterungen ermöglichen es, die Kamera nahezu überall sicher anzubringen. Auch das Gehäuse gilt als äußerst stabil und hält selbst starken äußeren Einflüssen stand.