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Die erste Gleitschirm-Lizenz: Der Lernschein

Praktische Lernschein-Ausbildung an der Ronneburg (Tag 3)

Foto: Lucien Gerkau

Vor zwei Wochen habe ich die ersten beiden Tage der insgesamt viertägigen Grundschein-Ausbildung im Paragliding an der Ronneburg absolviert. Am vergangenen Wochenende folgten die letzten zwei Tage, inklusive einer praktischen und theoretischen Prüfung. Nachdem es an den ersten zwei Tagen eher verhalten zuging und wir wetterbedingt nur am Süd- beziehungsweise Süd-West-Hang der Ronneburg starten konnten, stand uns nun der deutlich anspruchsvollere Nord-Hang bevor. Zweifelsohne lassen sich am Nord-Hang deutlich höhere Flüge absolvieren, dafür hat man aber auch einen deutlich anstrengenderen Fußmarsch nach geglückter Landung vor sich.

Manuel beim Start an der Ronneburg (Lernschein, Tag 3)

Foto: Lucien Gerkau

Die Wetterbedingungen am Samstag und Sonntag waren hervorragend. Angenehme Temperaturen und ein guter Nord-Wind ließen uns bereits morgens um kurz vor acht erwartungsvoll auf den Vormittag blicken. Während wir vor zwei Wochen mit Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius zu kämpfen hatten, erwies sich das vergangene Wochenende mit angenehmen 21 bis maximal 23 Grad als deutlich angenehmer. Am Samstag, dem dritten Tag der Ausbildung arbeiteten wir uns Flug für Flug am Nord-Hang hinauf um dann an Tag vier von „ganz oben“ zu starten.

Je höher wir uns am Hang arbeiteten, desto weniger Kommandos erhielten wir von unserem Fluglehrer. Langsam aber sicher wurden wir an eine eigenständige Flugplanung, den Vorflugcheck und den Startcheck herangeführt. Auch das Aufspüren von thermischen Ablösungen wurde zunehmend mehr von Bedeutung. Besonders gut gelang dies meiner Freundin, die zu ihrem eigenen Erstaunen gleich in zwei thermische Blasen hinein gesteuert ist. Dieser Umstand brachte ihr den ersten Langstreckenflug, der in puncto Flugdistanz während des Kurses nicht überboten werden konnte.

Jasmin kurz vor dem Start an der Ronneburg (Lernschein, Tag 3)

Foto: Lucien Gerkau

Nachdem sich unser Fluglehrer von den praktischen Flugkünsten seiner angehenden Lernschein-Piloten überzeugen konnte, folgte noch die obligatorische theoretische Prüfung. Diese Formalie wurde letztendlich auch noch gemeistert, sodass wir nun stolz unsere erste Fluglizenz, den Lernschein, in den Händen halten.

Neunzig Prozent des Kurses haben sich bereits vor der theoretischen Prüfung für den Höhenflugkurs angemeldet. Auch meine Freundin und mich hat der Ehrgeiz gepackt, mit dem A-Schein einen international anerkannten Flugschein zu erwerben. Bis wir uns in den nächsten Schritt unserer Gleitschirmflieger-Ausbildung stürzen, werden wir noch das eine oder andere Wochenende an der Ronneburg für Übungsflüge und das von uns heiß geliebte Groundhandling nutzen.