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Gleitschirm-Grundschein bei großer Hitze

Nordhang an der Ronneburg am Morgen

Foto: Manuel Murgas

Bereits der wöchentlich erscheinende Newsletter der Flugschule an der Ronneburg ließ verlauten: das Wetter am Pfingstwochenende soll super werden. In den Fernseh-Nachrichten kündigte man bereits Temperaturen jenseits der 30°C-Marke an – und die Meteorologen sollten Recht behalten. Am Samstag Morgen begannen wir gegen neun Uhr mit einer ersten Zusammenkunft des Kurses und einer anschließenden Einweisung in das Flugmaterial. Hinzu kam noch etwas Theorie, welche unmittelbar danach in die Praxis umgesetzt werden sollte. Bei hochsommerlichen Temperaturen schleppte sich die kompakte Gruppe des Gleitschirm-Grundscheins immer wieder die Hänge an der Ronneburg hinauf um am ersten Tag der Ausbildung überwiegend Laufübungen mit dem Gleitschirm zu absolvieren.

Jasmin startet am Südhang an der Ronneburg

Foto: Manuel Murgas

Mit einer ausgedehnten Mittagspause überbrückte man die große Hitze während der Mittagszeit und nutzte die Zeit zum Grillen. Mit kalten Getränken und ein paar Steaks auf dem Grill ließ es sich im Schatten des Pavillons durchaus aushalten. Als alle angehenden Piloten gesättigt waren, ging es zum eher trockenen Teil des Lernscheins über: der Theorie. Im angenehm kühlen Türmchen der Ronneburg ließen wir diesen Pflichtteil der Ausbildung über uns ergehen, um am Nachmittag nochmals in das Gurtzeug zu steigen. Mit voranschreitender Zeit wechselten wir vom einen auf den anderen Hang der Flugschule. Mit zunehmenden Versuchen gelang es den ersten Flugschülern, das erste mal den Bodenkontakt zu verlieren und über den Hang zu schweben. Diese ersten kleinen Gleitflüge stimmten die Gruppe hoffnungsvoll auf Tag zwei der insgesamt viertägigen Ausbildung.

Michael wartet auf Startfreigabe am Süd-West-Hang an der Ronneburg

Foto: Manuel Murgas

Tag zwei begann mit frühem Aufstehen: Bereits um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Den angehenden Piloten stand ein noch heißerer Tag bevor. Nach einem kräftigen Frühstück ging es los in Richtung Flugschule. Kurz nach halb Acht waren alle Teilnehmer im Hauptquartier am Fuß der Ronneburg eingetroffen. Das Material wurde gesichtet und überprüft und im Anschluss ging es schwer bepackt auf den Übungshang. Innerhalb weniger Stunden sollte die Temperatur um über zwölf Grad auf insgesamt 36 Grad Celsius steigen. „Viel zu heiß“, sagten auch erfahrende Fluglehrer im Pavillon, nachdem wir pünktlich zur Mittagszeit das Fliegen für den zweiten Tag einstellten. Selbstverständlich ließen wir uns nicht die Gelegenheit nehmen, erneut den Grill anzuschmeißen. Neben den obligatorischen Steaks kamen auch die „weltbekannten“ Würstchen der Flugschule auf den Grill. Gestärkt begaben wir uns erneut in den angenehm temperierten Schulungsraum im Inneren der Burg. Weitere zwei Stunden Theorie sollten folgen, die jedoch – nicht zuletzt wegen unserem tollen Fluglehrer – buchstäblich wie im Flug vergingen.

Manuel wartet auf Starterlaubnis am Süd-West-Hang an der Ronneburg

Foto: Manuel Murgas

Am Wochenende nach Fronleichnam wird Tag drei und vier der Grundschein-Ausbildung stattfinden. Der vierte Tag besteht neben Flugübungen zudem aus der theoretischen und praktischen Prüfung. Hinsichtlich des fliegerischen Könnens blickten unsere Fluglehrer der bevorstehenden Prüfung optimistisch entgegen. Bei der Theorie ist es wie so oft im Leben: Lernen, lernen und nochmals lernen.