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Luminale 2014 – das sollte man nicht verpassen

OVO an der Hauptwache während der Luminale (2012)

Foto: Manuel Murgas

Seit gestern steht die Mainmetropole wieder im Zeichen der Lichtkunst. Rund 180 Projekte gibt es in Frankfurt zu bestaunen. Ein Hauptaugenmerk wird auf dem Hauptbahnhof, der Naxoshalle, Kap Europa, der Weißfrauenkirche, der Osthafenbrücke oder dem Containershiff am Main, liegen. Primär kommt bei den Lichtkünstlern hochmoderne LED-Technik zum Einsatz, die nicht nur ressourcenschonend ist, sondern auch völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. „Die Luminale trägt die Innovationen der Light + Building in den Stadtraum und eröffnet damit neue Perspektiven für eine kunstvolle und gleichzeitig nachhaltige Architektur- und Stadtbeleuchtung“, erklärt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

Die erste Sehenswürdigkeit für die Messebesucher der Light + Building beginnt gleich am Messegelände. Im Kap Europa, dem kürzlich fertiggestellten Kongresscenter der Messe Frankfurt, symbolisiert das Lichtkunstwerk „Crossover“ der Berliner Künstlerin Barbara Trautmann die Besucherströme der Gebäude. Selbstverständlich sind auch wieder die traditionellen Orte wie der Börsenplatz, die Hauptwache, der Römer und der Palmengarten Schauplatz von Lichtinstallationen. Dieses Mal steht jedoch auch der Frankfurter Hauptbahnhof im Fokus der Luminale. Durch gezielte LED-Beleuchtung werden markante Details der neu sanierten Fassade hervorgehoben. Türme, Bögen und Allegorien kommen hier auf beeindruckende Weise zum Vorschein. Im Inneren warten Kunstprojekte von Studenten auf die Besucher, wie zum Beispiel die begehbare Installation „reflect“, die durch Licht und Reflexion einen Raum mit scheinbar unendlicher Tiefe erzeugt.

In der Weißfrauenkirche, die erstmalig Teil der Luminale ist, wird das Projekt „RaumZeitPiraten“ ausgestellt. Am Vorplatz der Deutschen Bank löst eine aus 1.000 Glasstäben bestehende Skulptur namens „Twinkle Twinkle“ das Licht in sein Farbspektrum auf. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Naxoshalle. In der ehemaligen Industriehalle präsentieren Künstler und Designer aus Japan, Australien, England und Polen ihre Arbeiten. Zu sehen ist hier unter anderem ein Lichtbaum, Lichtmalereien auf dem Außengelände sowie Lichtmode aus Japan. Entlang des Mains warten ebenfalls diverse Installationen auf schaulustige Besucher. Im Bauch des Schiffs am Mainkai kann man „Cornea Ti“ erleben, die Transformation von Licht, Form und Klang im Raum.

Zum Treffpunkt für Fotografen wird die neue Osthafenbrücke zwischen Frankfurt und Offenbach. Dort bietet sich ein unvergesslicher Blick auf die nächtlich erleuchtete Skyline. Weiter Fluss aufwärts lockt die angrenzende Stadt Offenbach ebenfalls mit zahlreichen Licht-Ereignissen. Das Hafenquartier mit Hafen 2 und der Heyne Fabrik offenbaren einen Ausstellungsparcours von einem niederländischen Lichtdesigner und demonstriert das Potenzial Offenbachs als Kreativstandort im Rhein-Main-Gebiet.

Auf organisatorischer Seite der Luminale verkehren die kostenlosen Shuttle-Busse im Zehn-Minuten-Takt (Busfahrplan als PDF). Sie Starten am Engang City des Messegeländes zu ihrem Rundkurs durch die Stadt. Das Programm zur Luminale ist online als PDF und in gedruckter Form an allen Tourismus-Informationen sowie in allen beteiligten Institutionen erhältlich. Zu sehen sind die Projekte bis einschließlich Freitag, den 4. April 2014.