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Omni-Bounce – praktisches Zubehör für den externen Blitz

Sto-Fen Omni-Bounce auf Canon Speedlite 430EX

Foto: Manuel Murgas

Obgleich aktuelle Kameramodelle hohe ISO-Werte mit verhältnismäßig geringem Rauschverhalten ermöglichen, gibt es Situationen, in denen der Blitz ein sinnvolles Mittel zum Ausleuchten des Motivs darstellt. Kamerainterne Blitze, sofern vorhanden, eignen sich für den täglichen Einsatz nur bedingt. Aufgrund der geringen Leuchtweite und der eingeschränkten Einstellungsmöglichkeiten ist ein interner Blitz für spontane Schnappschüsse beziehungsweise im äußersten Notfall ausreichend. Für den dauerhaften Einsatz bei der Porträt-, Produkt- oder gar Architekturfotografie jedoch ungenügend.

Ein externer Blitz ist nicht gerade eine günstige, dafür aber eine sehr lohnende Anschaffung. Neben der deutlich höheren Blitzleistung, die sich nicht nur auf die Reichweite, sondern auch auf die schnelle Abfolge mehrere Blitze auswirkt, bietet ein externes Blitzgerät einem auch mehr Möglichkeiten zur Steuerung des Lichtes. Die meisten Blitze erlauben es, den Kopf zu drehen und zu neigen, was sich oftmals als sehr hilfreich erweist. Gerade bei einem Porträt sollte man den Blitzkopf niemals direkt auf das zu porträtierende Gesicht richten, sondern lieber in einem entsprechenden Winkel gegen die Raumdecke blitzen. Befindet man sich im Freien oder lassen zu hohe Decken beziehungsweise Deckenkonstruktionen kein Blitzen an die Decke zu, steht man vor dem ersten Problem.

Im Regelfall sind die Blitzgeräte mit einer Streuscheibe versehen, die man bei Bedarf vor den Blitzkopf klappen kann. Diese erfüllen zwar ihre Aufgabe – all zu viel sollte man sich von ihnen jedoch nicht versprechen. Eine gute und preislich verkraftbare Alternative stellt ein so genannter Omni-Bounce oder Diffusor dar. Der Omni-Bounce ist ein Plastikschuh, der auf den Kopf des Blitzes aufgesetzt wird, und für ein deutlich weicheres Licht sorgt. Er verringert das Auftreten von Schlagschatten sowie punktuellen Überbelichtungen und ermöglicht es darüber hinaus, bei Gruppenbildern in dunklen Umgebungen, die zu fotografierenden Personen sogar direkt anzublitzen.

Die Auswahl an Diffusorn ist schier grenzenlos. Letztendlich entscheidet also der Preis – hier ist schnell am falschen Ende gespart. Ich habe mir damals vor dem Kauf einige angesehen und festgestellt, dass die besonders günstigen Modelle keine guten Ergebnisse liefern. Gespart wird hier nämlich vor allem am Material, was sich gerne in schlechter Passgenauigkeit auswirkt und darüber hinaus durch Fehlfarben zu schlechten Bildern führt. Die Kunststoffzusammensetzungen der preisgünstigen Modelle neigen oftmals dazu, dem Bild einen gelblichen Farbstich zu verleihen. Dieser ist zwar im Nachhinein mühsam in Photoshop korrigierbar – antun sollte man sich soetwas aber auf Dauer trotzdem nicht. Für einige Euros mehr gibt es zum Beispiel den Sto-fen Omni-Bounce. Bei einem Preis von unter 14 Euro (zuzüglich Versandkosten) kann man hier wirklich nicht meckern. Der Schuh sitzt perfekt auf dem Blitzkopf und lässt sich bei Bedarf ebenso schnell demontieren, wie er auch montiert war. Der aus recht stabilem Kunststoff gefertigte Diffusor findet in jeder Fototasche platz und sollte immer griffbereit in der Nähe des Blitzgerätes aufbewahrt werden.

Persönlich verwende das Modell von Sto-Fen bereits seit zwei Jahren und bin sehr zufrieden damit. Trotz der vielen Einsätze sitzt der Diffusor einwandfrei auf dem Blitzkopf und wird seiner Aufgabe gerecht. Egal, ob ich damit filigrane Blüten aufhelle oder Porträts mache, das Licht wird schön weich und unschöne Schlagschatten gehören der Vergangenheit an.