Burgfest: Eine laue Sommernacht


Burgfest Königstein 2013
Foto: Manuel Murgas

Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Wetter ausgerechnet bei Großveranstaltungen nicht mitspielen mag. Das Burgfest in Königstein ist prädestiniert dafür, buchstäblich ins Wasser zu fallen. Das ist nicht nur ärgerlich für diejenigen, welche ehrenamtlich viel Zeit und Mühen investiert haben, sondern auch für die Besucher, die das Burgfest nicht in vollen Zügen genießen können. Gott sei dank hat das Wetter am gestrigen Freitag mitgespielt und uns darüber hinaus eine laue Sommernacht beschert. Wer sich für einen Pullover entschieden hat, war zwar zu später Stunde im Freien gut gekleidet, kam aber in den Kellergewölben dementsprechend ins Schwitzen. Mit einem leichten T-Shirt und einer Strickjacke zum Umhängen war man bestens für alle Situationen gewappnet.

Neben einer großen Bühne, vor der ordentlich gefeiert wurde, gab es auch die obligatorischen Partykeller, in denen für jung und alt etwas geboten wurde. Dieses Jahr verzichtete der Veranstalter glücklicherweise auf die Ausgabe von Altersbändchen. Dieses Procedere hatte in der Vergangenheit für lange Schlangen an den Ausgabestellen gesorgt und ein ziemliches Chaos verursacht. Wer zu einer ungünstigen Zeit kam, konnte ohne weiteres – trotz im Vorverkauf erworbener Eintrittskarte – gute zwei Stunden am Fuße der Burgruine verbringen. Dieses Jahr gewährte man den Besuchern mit der Eintrittskarte Einlass und an Getränkeständen und Partykellern wurde dann eine Ausweiskontrolle durchgeführt. Einige Keller haben Stempel eingesetzt, um den erneuten Einlass zu erleichtern. Diese Methode hat sehr gut funktioniert und hat den Festbesuch für die Sicherheitskräfte und die Besucher deutlich angenehmer gestaltet.

Selbstverständlich steht auch das Burgfest in diesem Jahr im Zeichen des 700-jährigen Jubiläums der Stadt Königstein. Meine erste Aufgabe begann mit dem Feuerwerk, welches um 22 Uhr gezündet wurde. Es ist jedes Jahr aufs Neue ein wundervoller Anblick, die alte Burgruine in bunten Farben erstrahlen zu sehen. Nach guten 15 Minuten war der ganze Spuk vorbei und das eifrige Treiben auf der Burg konnte weitergehen. Kurz vor 23 Uhr bin ich dann auf der Burg samt Kamera angekommen. Wie bereits erwähnt musste in diesem Jahr nicht stundenlang Schlange gestanden werden und das Gedränge am Einlass fiel somit auch weg, da sich die Massen gut verteilen konnten. Auf der Burg habe ich dann eine Tour durch sämtliche Kellergewölbe gestartet. Die feiernde Menge war sehr angetan von der Möglichkeit, sich auf der Burg fotografieren zu lassen und das Angebot wurde gerne in Anspruch genommen. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch im kommenden Jahr wieder ein schönes, traditionelles Burgfest geben wird.