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Bildbearbeitung: Was immer wieder auffällt

Adobe Photoshop Startbildschirm

Foto: Adobe Photoshop/Screenshot

In Zeiten digitaler Fotografie bearbeitet ein Großteil der Fotografen die geschossenen Bilder am Computer nach. Die Auswahl an Programmen ist groß und reicht vom kostenlosen GIMP bis hin zum teuren Profi-Werkzeug Photoshop. Unabhängig davon, mit welchem System Sie Bilder bearbeiten, gibt es einige Grundregeln, die man unbedingt beachten sollte.

Zoom-Stufe bei der Bearbeitung
Digitale Spiegelreflexkameras sind wahre Megapixel-Boliden. Die Auflösung ist so hoch, dass die meisten Anwender aus den Bildern herauszoomen müssen, um das gesamte Bild auf dem Bildschirm darstellen zu können. Achten Sie bei der Bearbeitung unbedingt darauf, ihr Bild mit 100% Zoom zu bearbeiten. Zoomen Sie für einen groben Überblick aus dem Bild hinaus und zur Überprüfung und Bearbeitung von Details auf mindestens 100% hinein.

Mäßiger Umgang mit Effekten
Moderne Bearbeitungsprogramme bieten weitaus mehr, als nur einfache Bildkorrekturen. Zahlreiche Effekte sind mit nur einem Klick auf das Bild anwendbar. Achten Sie darauf, dass Sie sparsam mit Effekten umgehen. Mit Effekten überladene Bilder lenken vom eigentlichen Motiv ab und verlieren an Wirkung.

Wohldosierte Schärfe
Ähnlich wie in der Küche, sollten Sie nicht ohne zu Probieren den halben Salzstreuer in die Suppe schütten. Das gilt auch bei der Bildbearbeitung. Viele Bilder im Netz sind derart nachgeschärft, dass sie regelrecht unrealistisch aussehen. In keinem dieser Bilder ist zu erkennen, dass es sich hierbei um einen bewusst gewollten Effekt handelt. Es wirkt eher so, als hätte die Person nicht die Vorschau aktiviert oder würde einen festen numerischen Wert in die Eingabemaske tippen, unabhängig davon, wie das Bild danach aussieht. Eine angenehme Schärfe ist, wie auch im Restaurant, nie verkehrt.

Machen Sie Gebrauch von Bildkorrekturen
Photoshop muss nicht immer nur Idealisierung und Fake sein. Hochwertige Bildbearbeitungsprogramme bieten zahlreiche Funktionen, mit denen Sie Ihre Bilder ohne großen Aufwand verbessern können. Korrigieren Sie die Farben, den Weißabgleich, die Gradiationskurven, die Tonwerte und Kontraste. Wenn Sie sich selbst noch nicht an die verschiedenen Regler zur manuellen Korrektur trauen, versuchen Sie es einfach mal mit der automatischen Korrektur von Photoshop. Mit einem Klick wird ihr Bild spürbar verbessert.

Fotografieren im RAW-Format
Gerade Hobbyfotografen neigen dazu, ihre Fotos im klassischen JPEG-Format von der Kamera speichern zu lassen. Das hat natürlich den Vorteil, dass die Bilder direkt von der Speicherkarte aus verwendbar sind. Es hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Von der Kamera erstellte JPEG-Bilder sind bereits mit leichten Verlusten im Hinblick auf die Bildinformationen behaftet. Bearbeiten Sie nun das JPEG aus der Kamera, müssen Sie früher oder später daraus wieder ein JPEG generieren, um es außerhalb von Bildbearbeitungsprogrammen darstellen zu können und eine vernünftige Dateigröße zu erreichen. Bei jedem Abspeichern wird das Bild erneut komprimiert und verliert zunehmend an Bildinformationen. Umgehen können Sie dieses Problem, indem Sie im sogenannten RAW-Format fotografieren. Hier speichert die Kamera Rohdaten der Bilder, die Sie mit einem geeigneten Programm am Computer bearbeiten und als JPEG ausgeben können. Einziger Nachteil: Die Rohdaten der Kamera sind deutlich größer als die gewöhnten JPEG-Dateien. Ein weiterer Vorteil sind die im Nachhinein problemlos zu ändernden Parameter wie zum Beispiel der Weißabgleich, Kontrast und vieles mehr.

Softproofing vor der Veröffentlichung
Viele Computerbildschirme neigen dazu, Farben nicht korrekt wiederzugeben. Dies hat mehrere Ursachen: Zum einen werden knallige Farben von Kunden oftmals als positive Eigenschaft des Displays gesehen (ähnlich, wie wir das von Fernsehgeräten in Elektronikmärkten kennen), zum anderen ist die Kalibrierung eines Monitors mit hohen Kosten und Zeitaufwand verbunden. Die Zahlungsbereitschaft der breiten Masse für einen kalibrierten Monitor dürfte dementsprechend gering sein. Sollten Sie über einen “normalen” (d.h. nicht kalibrierten Bildschirm) verfügen, ist es im Umkehrschluss genau so wichtig, dass Sie sich vor der Veröffentlichung des Bildes um die Farbwiedergabe auf anderen Systemen kümmern. Programme wie zum Beispiel Adobe Photoshop Lightroom bieten spezielle Modi, um einen Softproof durchzuführen.