Buchtipp: Canon EOS 7D Mark II – Das Handbuch zur Kamera

Foto: Vierfarben

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„Das lange Warten auf die EOS 7D Mark II hat sich gelohnt“, schreibt Dietmar Spehr in seinem jüngst erschienen Handbuch zur Kamera und spricht damit wohl jedem Besitzer des neuen APS-C-Flaggschiffs von Canon aus der Seele. Nicht nur für Modell-Aufsteiger, sondern auch für eingefleischte Fotografen hält das neue Modell viele neue technische Raffinessen und Funktionen bereit. Um diese bestmöglich ausschöpfen zu können, empfiehlt sich die Lektüre dieses liebevoll gestalteten Handbuchs.

Im ersten Kapitel erklärt der Autor Dietmar Spehr, seines Zeichens ein passionierter Canon-Fotograf und erfahrener Fachautor, zunächst das Medienkonzept der Canon EOS 7D Mark II und macht den Leser bei dieser Gelegenheit auch gleichzeitig mit den ersten wichtigen Einstellungen der Kamera vertraut. Obwohl man als erfahrener Fotograf dazu neigt, dieses einleitende Kapitel kurzerhand zu überspringen, so lohnt ein genauer Blick doch. Einige Kameraeinstellungen, mit denen man sich eher oberflächlich durch die Bedienungsanleitung vertraut gemacht hat, werden hier in Kürze beschrieben.

Das zweite Kapitel widmet sich dem kreativen Schaffen mit der EOS 7D Mark II. Angefangen von den grundlegenden Funktionsweisen einer Spiegelreflexkamera werden hier auch die verschiedenen Aufnahmeprogramme der Kamera vorgestellt und deren Vorzüge herausgearbeitet. Praktisch: Für Auffrischer wird auf einigen Seiten eine kurze Abhandlung von Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert und deren Zusammenspiel angeboten.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem zentralen Thema, die perfekte Belichtung zu finden. Spehr macht hierbei nicht nur auf mögliche Belichtungsfallen aufmerksam und gibt dem Fotografen zugleich Auswege aus selbigen mit an die Hand, sondern er erklärt auch auf technischer wie auch auf fotografischer Ebene die Belichtungsmessmethoden der 7D Mark II. Darüber hinaus bietet er allgemeine Hilfestellungen zu typischen Belichtungsproblemen, die unabhängig vom verwendeten Kameramodell auftreten können. Abgerundet wird dieses Kapitel durch einen kleinen erfrischenden Exkurs, der sich mit Mehrfachbelichtungen befasst und nützliche Hilfestellungen zu dieser Technik bietet.

In Kapitel vier geht es um das Scharfstellen mit der 7D Mark II. Hier geht der Autor auch auf die verschiedenen Autofokusmodi, die individuell einstellbaren Parameter selbiger und nicht zuletzt auf die verschiedenen Cases ein, die insbesondere bei Sport- und Tieraufnahmen von zentraler Bedeutung sind. Zu guter Letzt widmet sich Dietmar Spehr auch der manuellen Fokussierung und dem Fotografieren mit Stativ und Fernauslöser. Im Exkurs am Ende des Kapitels erfährt der Leser zudem, welche Objektive auf technischer Ebene ideal mit der EOS 7D Mark II harmonieren.

Das fünfte Kapitel dreht sich um die Individualisierung der Kamera – genauer gesagt der Tastenbelegung. Gut beschrieben und bebildert für der Autor den Leser in die Tiefen des Kameramenüs und ermöglicht es ihm auf diese Weise, die Kamera ideal auf seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. In einem abschließenden Exkurs schlägt Spehr exemplarisch eine mögliche Tastenbelegung für die Actionfotografie vor.

Kapitel sechs beschäftigt sich mit einem wichtigen Punkt, der im Bereich der digitalen Fotografie gerne mal unterschätzt wird: die richtige Wiedergabe der Farben. Der Autor handelt hierbei Themen wie den korrekten Weißabgleich, die kontrollierte Anpassung der Farben und die Erstellung von Schwarz-Weiß-Aufnahmen ab. Gegen Ende des Kapitels kann der interessierte Leser zudem noch etwas über den Bayer-Sensor, Farbmodelle, Farbräume und Profilierung erfahren. Mit dem abschließenden Exkurs zum RAW-Format wird dieses hochinteressante Kapitel abgeschlossen, dass sich nicht nur an Profis, sondern vor allem auch an aufstrebende Hobbyfotografen richtet.

Das siebte Kapitel nimmt den Einsatz von künstlichen Lichtquellen in den Fokus. Um den kamerainternen aber auch einen externen Blitz korrekt einsetzen zu können, muss man zunächst verstehen, wie die Blitzautomatik funktioniert. Sind die Funktionsweisen der Blitzautomatik bekannt, wird das Blitzen in den verschiedenen Aufnahmeprogrammen thematisiert. Schlussendlich geht es dann vom internen Kamerablitz zu Aufsteckblitzen und zur Königsklasse, dem entfesselten Blitzen über.

Kapitel acht beschäftigt sich mit dem passenden Zubehör für die EOS 7D Mark II. In dem umfangreichen Kapitel werden nicht nur Standardbrennweiten, Teleobjektive, Weitwinkelobjektive, Festbrennweiten und Makroobjektive abgehandelt, sondern auch unterschiede zwischen den verschiedenen Produktklassen verdeutlicht. Nebst Objektiven wird selbstverständlich auch weniger kameraspezifisches Zubehör wie Filter für Objektive und Stative verschiedenster Formen thematisiert. Auch der äußerst empfehlenswerte Batteriegriff sowie der obligatorische zweite Akku kommt zur Sprache.

Beim neunten Kapitel handelt es sich um das erste Kapitel aus dem Fotopraxis-Bereich. In diesem geht es um das Inszenieren von Menschen. Auf wenigen, hochinformativen Seiten bringt Spehr seine Technik für gute Porträts auf den Punkt und zeigt in einem interessanten Exkurs, was die Canon EOS 7D Mark II im Studio zu leisten vermag.

Kapitel zehn lehnt sich inhaltlich an das vorangegangene Kapitel an – diesmal befasst sich die Fotopraxis mit Aufnahmen von Städten und Architektur. Egal ob man die Fähigkeiten im Ablichten von Bauwerken verbessern oder spannende Nachtaufnahmen erzeugen möchte, das kurzweilige Kapitel bringt viele neue Anregungen. Mit dem abschließenden Exkurs, der Lösungen zur Problematik von stürzenden Linien bietet …

Im elften Kapitel geht es im Zuge der Fotopraxis hinaus in die Natur. Das umfangreiche Kapitel bietet wichtige Anhaltspunkte für alle erdenklichen Aufnahmesituationen, die einem in der Natur begegnen können. Man denke hierbei an die Frage der richtigen Belichtung, die Nutzung von Graufiltern bei Landschaftsbildern, Langzeitbelichtungen und Intervall-Aufnahmen. Besonders gut gefallen hat mir der Bereich zum Thema Makroaufnahmen, der nicht nur hilfreiche Hinweise zur Erstellung selbiger gibt, sondern auch auf die Tücken dieses Teilbereichs hinweist.

Kapitel zwölf befasst sich mit Panorama-Aufnahmen und allem was dazugehört. Von der Aufnahme bis hin zur digitalen Zusammensetzung am Computer wird hier thematisch alles abgedeckt.

Das dreizehnte Kapitel ist der Videofunktion der 7D Mark II gewidmet. Von der Fokussierung bei Filmaufnahmen, über den Weißabgleich und den guten Ton bis hin zur Planung und dem Zusammenschnitt von Filmaufnahmen kommen hier Filmer voll auf ihre Kosten. Der abschließende Exkurs bietet darüber hinaus wertvolle Anregungen für all diejenigen, die sich weitergehend mit Filmaufnahmen beschäftigen möchten.

Kapitel vierzehn dreht sich um die Nachbearbeitung von Bildern. Angefangen von der Ordnung im Fotoarchiv über diverse Korrekturen am Computer wird hier so einiges geboten. Auch das Fotografieren im RAW-Format wird dem ambitionierten Fotografen nahegebracht. Der abschließende Exkurs knüpft an das RAW-Format an und zeigt, wie das Format auch direkt in der Kamera bearbeitet werden kann.

Das fünfzehnte und letzte Kapitel des Buchs zeigt nochmals alle Kameramenüs im Überblick. Kurz, knapp und aufschlussreich werden hier die einzelnen Kameramenüs beschrieben und die einzelnen Funktionen erklärt. Auch dieses Kapitel schließt mit einem Exkurs ab, nämlich der Aktualisierung der kamerainternen Firmware.

Dietmar Spehr gibt ambitionierten Hobbyfotografen bis hin zu Semi-Professionellen Fotografen mit seinem Handbuch zur Canon EOS 7D Mark II den idealen Wegbegleiter zur Hand. Mit einer Leichtigkeit werden selbst komplexe Sachverhalte ohne große Ausschweifungen verständlich auf den Punkt gebracht. Die zahlreichen Exkurse am Ende vieler Kapitel sind eine wunderbare Ergänzung für all diejenigen, die gerne noch etwas mehr wissen und aus ihren Fotos herausholen wollen.

Erschienen ist “Canon EOS 7D Mark II – Das Handbuch zur Kamera” von Dietmar Spehr im Vierfarben-Verlag und kann in der gebundenen Ausgabe für 39,90 Euro erworben werden.

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